DSL-Router und Stromverbrauch
Tuesday, October 6. 2009, 21:00
Ich besitze einen Kühlschrank der Energiesparklasse A++. Mir gefällt das Gerät. Wenn ich dort ein Strommessgerät anschließe, zeit das meistens keinen messbaren Strom - mein Messgerät kann die Watt nur auf eine Nachkommastelle anzeigen und da verbraucht das Gerät, solange es nicht aktiv kühlt (und das ist dank guter Isolierung die meiste Zeit so), schlicht 0,0 Watt an. Laut Herstellerangaben braucht das Gerät etwa 85 kWh pro Jahr. Einzig die Innenbeleuchtung wird von einer konventionellen Glühbirne betrieben - ich überlege gerade noch ob ich die austausche oder schlicht weglasse.
Neben dem Kühlschrank besitze ich zwei weitere elektrische Geräte, die permanent laufen: Einen DSL-Router (ohne WLAN) und ein Telefon. Der DSL-Router ist gleichzeitig Telefonanschluss (wird intern über VoIP geregelt, Tarif von O2), was bewirkt, dass ich ihn nicht ausschalten kann, wenn ich telefonisch erreichbar sein möchte. Der DSL-Router benötigt 7 Watt im reinen Leerlauf. Das sind 24*365*7/1000 kWh, also etwa 61 kWh pro Jahr (24 Stunden pro Tag, 365 Tage pro Jahr, 7 Watt, teilen durch 1000 für Watt zu Kilowatt). Zusammengefasst also: Mein DSL-Router braucht allein fast so viel Strom wie mein Kühlschrank!
Um dem noch eine andere Dimension zu geben: Es gibt etwa 20 Millionen Breitband-Internetanschlüsse in Deutschland. DSL-Router sind quasi Standard, die Anzahl der Anschlüsse ohne Router dürfte vernachlässigbar sein. Ich denke es wäre ohne Probleme möglich, die so zu bauen, dass sie mit weniger als einem Watt Leerlaufleistung auskommen. Rechnen wir also mindestens 5 Watt potentielle Ersparnis. Das macht dann 20*10^6*5/10^6 MW = 100 Megawatt (20 Millionen, 5 Watt, umgerechnet in Megawatt). Das ist immerhin ein kleineres Kohlekraftwerk.
Nun ist das, was man als Einzelner tun kann, leider eher begrenzt. DSL-Router erhält man üblicherweise im Paket mit DSl-Anschlüssen - aber auch wenn dies nicht so wäre, wer versucht, Informationen über den Stromverbrauch zu finden, wird nur in den seltensten Fällen fündig. Die allermeisten elektrischen Geräte besitzen weder irgendein Energielabel (großteils sowieso unbrauchbar weil total veraltet) noch die simple Information, wieviel Strom das Gerät wofür benötigt.
(WLAN habe ich jetzt der Einfachheit halber komplett weggelassen, ein WLAN-Router braucht natürlich immer eine gewisse Menge Strom, aber das Sparpotential dürfte vergleichbar sein)
Neben dem Kühlschrank besitze ich zwei weitere elektrische Geräte, die permanent laufen: Einen DSL-Router (ohne WLAN) und ein Telefon. Der DSL-Router ist gleichzeitig Telefonanschluss (wird intern über VoIP geregelt, Tarif von O2), was bewirkt, dass ich ihn nicht ausschalten kann, wenn ich telefonisch erreichbar sein möchte. Der DSL-Router benötigt 7 Watt im reinen Leerlauf. Das sind 24*365*7/1000 kWh, also etwa 61 kWh pro Jahr (24 Stunden pro Tag, 365 Tage pro Jahr, 7 Watt, teilen durch 1000 für Watt zu Kilowatt). Zusammengefasst also: Mein DSL-Router braucht allein fast so viel Strom wie mein Kühlschrank!
Um dem noch eine andere Dimension zu geben: Es gibt etwa 20 Millionen Breitband-Internetanschlüsse in Deutschland. DSL-Router sind quasi Standard, die Anzahl der Anschlüsse ohne Router dürfte vernachlässigbar sein. Ich denke es wäre ohne Probleme möglich, die so zu bauen, dass sie mit weniger als einem Watt Leerlaufleistung auskommen. Rechnen wir also mindestens 5 Watt potentielle Ersparnis. Das macht dann 20*10^6*5/10^6 MW = 100 Megawatt (20 Millionen, 5 Watt, umgerechnet in Megawatt). Das ist immerhin ein kleineres Kohlekraftwerk.
Nun ist das, was man als Einzelner tun kann, leider eher begrenzt. DSL-Router erhält man üblicherweise im Paket mit DSl-Anschlüssen - aber auch wenn dies nicht so wäre, wer versucht, Informationen über den Stromverbrauch zu finden, wird nur in den seltensten Fällen fündig. Die allermeisten elektrischen Geräte besitzen weder irgendein Energielabel (großteils sowieso unbrauchbar weil total veraltet) noch die simple Information, wieviel Strom das Gerät wofür benötigt.
(WLAN habe ich jetzt der Einfachheit halber komplett weggelassen, ein WLAN-Router braucht natürlich immer eine gewisse Menge Strom, aber das Sparpotential dürfte vergleichbar sein)
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tja, wie bei so vielen dingen verstehe ich auch nicht, warum man das nicht einfach bei jedem gerät hinschreibt, was es verbraucht. tut man ja bei autos auch.
es schadet ja nix. die menschen die kein gefühl für irgendwas haben ("ist das jetzt viel, wenn mein fernseher 1500W braucht?") können es geflissentlich ignorieren, allen anderen hilft es enorm weiter. die energieeffizienzklassen können dann wegfallen, sind überflüssig und irreführend. das einzige was die einem noch sagen ist, dass wenn es nicht A oder besser ist, sollte man definitiv die finger davon lassen. das war's dann aber auch schon.
bzgl. routern: das einzige was man sinnvollerweise tun kann ist, sich einen alles-in-einem router zuzulegen (sofern man nicht ein paket hat, wo sowas sowieso schon dabei ist) damit man z.b. nicht hinter den mitgelieferten router nochmal nen switch oder was anderes klemmen muss, wenn z.b. die anschlüsse nicht ausreichen. das war der zustand den ich bei mir geändert habe. kleinvieh macht auch mist :)
es schadet ja nix. die menschen die kein gefühl für irgendwas haben ("ist das jetzt viel, wenn mein fernseher 1500W braucht?") können es geflissentlich ignorieren, allen anderen hilft es enorm weiter. die energieeffizienzklassen können dann wegfallen, sind überflüssig und irreführend. das einzige was die einem noch sagen ist, dass wenn es nicht A oder besser ist, sollte man definitiv die finger davon lassen. das war's dann aber auch schon.
bzgl. routern: das einzige was man sinnvollerweise tun kann ist, sich einen alles-in-einem router zuzulegen (sofern man nicht ein paket hat, wo sowas sowieso schon dabei ist) damit man z.b. nicht hinter den mitgelieferten router nochmal nen switch oder was anderes klemmen muss, wenn z.b. die anschlüsse nicht ausreichen. das war der zustand den ich bei mir geändert habe. kleinvieh macht auch mist :)
Mir persönlich gefällt da meine Fritzbox 7240.
LAN Anschlüsse deaktivierbar, WLAN via Zeitschaltuhr deaktivierbar, USB Festplatte wird in den Ruhezustand geschickt. Und dank ADSL2+ wir die Sendeleistung sowieso angepasst.
Zumindest mal ein Anfang...
LAN Anschlüsse deaktivierbar, WLAN via Zeitschaltuhr deaktivierbar, USB Festplatte wird in den Ruhezustand geschickt. Und dank ADSL2+ wir die Sendeleistung sowieso angepasst.
Zumindest mal ein Anfang...
Bin ich auch drauf gestoßen, aber die braucht laut Hersteller auch ca. 7 Watt im Leerlaufbetrieb.
hm, laut handbuch 15W max und 7W schnitt. dann müsste der leerlauf ja eigentlich
ROFL - der Router ist hier der kleinste permanente Verbraucher. Mit der Abwärme der kompletten Heim-IT kann ich fast 50% der im Winter benötigten Heizleistung abdecken ;-)
Das Problem sind ihmo die minderwertigen Stecker-Netzteile.
Bei manchen dieser Vertreter rechnet man eigentlich täglich mit einem Zimmerbrand (z.B. die Teile von DLink).
Das es auch anders geht, zeigen z.B. die Netzteile von Belkin:
So gut wie keine Erwärmung im Betrieb, was wohl auf eine recht gute Effizienz und ordentliche Qualität schließen lässt.
Kostet halt ein paar Cent mehr in der Herstellung bzw. dem Einkauf.
Das Problem sind ihmo die minderwertigen Stecker-Netzteile.
Bei manchen dieser Vertreter rechnet man eigentlich täglich mit einem Zimmerbrand (z.B. die Teile von DLink).
Das es auch anders geht, zeigen z.B. die Netzteile von Belkin:
So gut wie keine Erwärmung im Betrieb, was wohl auf eine recht gute Effizienz und ordentliche Qualität schließen lässt.
Kostet halt ein paar Cent mehr in der Herstellung bzw. dem Einkauf.
Äh, wie wäre es, ganz einfach nicht einen sparsameren Router zu kaufen (= noch einer würde produziert), sondern viel einfacher kein VoIP zu nutzen? Dann braucht nämlich kein Gerät dauernd laufen und es muss auch keines mehr gebaut werden.
"Ich denke es wäre ohne Probleme möglich, die so zu bauen, dass sie mit weniger als einem Watt Leerlaufleistung auskommen."
Denken ist nicht wissen. :-) Ohne fundierte Kenntnisse in Elektronik und Digitaltechnik würde ich mich nicht zu solchen Behauptungen hinreißen lassen.
Denken ist nicht wissen. :-) Ohne fundierte Kenntnisse in Elektronik und Digitaltechnik würde ich mich nicht zu solchen Behauptungen hinreißen lassen.
Ich kann mich Götz und Patrik nur anschliessen. Wobei natürlich auch bei dem Telefon letztlich Energieumgesetzt wird, in Götz' Fall vermutlich weniger, und in der Vermttlungstelle.
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